Entstehung des Snooker Club Hagen - Paul Gibhardt berichtet:
Vor geraumer Zeit war ich noch in einer anderen Freizeitgestaltung beschäftigt: ich war freier Schütze in mehreren Disziplinen in einem Schützenverein. Als eines Tages ein Rundenwettkampf ausfiel , hatte ich plötzlich nichts anderes zu tun, als den ganzen Abend im TV – Programm von einem Sender auf den nächsten zu schalten, denn ich hatte vor kurzem einen Kabelanschluss bekommen. Und plötzlich sah ich auf Eurosport ein dem Billard ähnliches Spiel, dass der Kommentator Rolf Kalb mit Snooker bezeichnete. Ich wusste sofort, dass dieser Sport genau das Richtige für mich war (ohne die Regeln zu kennen oder jemals an einem Snookertisch gestanden zu haben). Natürlich hatte ich auch schon Billard aus Jux gespielt; wer hat das noch nicht? Aber an diesem Spiel faszinierte mich, wie die Spieler auftraten, wie ruhig das alles zuging und nicht zuletzt wie fein das ganze Ambiente aussah. Kurz entschlossen verbrachte ich die nächsten Wochenenden damit, mich in Hagen nach einem Snookertisch umzusehen, und fand den ersten Tisch in der Spielhalle am Hauptbahnhof (mittlerweile ist dieser Tisch entfernt worden).
Mit meiner Freundin habe ich dann erste Versuche in Sachen Snooker begonnen. Wir hatten uns natürlich nicht vorgestellt, wie schwierig dieses Spiel ist, vor allem wenn man die Profis im TV beobachtet hat. Jedenfalls, nach ein paar Tagen kam ein junger Mann auf uns zu, stellte sich vor (Horst Cromberg) und fragte, ob er mal ein Spiel gegen mich machen dürfe. Natürlich habe ich zugestimmt. Wenn ich an das Ergebnis dieses Spiels denke, fällt mir selbst nach so vielen Jahren nichts mehr ein: ich wurde regelrecht mit 94 : 4 vom Tisch gefegt; ich wusste gar nicht, was ich gegen diesen Horst machen sollte. Aber im Laufe der Zeit wurde mein Ehrgeiz geweckt und nach einiger Zeit harten Trainings mit und auch ohne Horst (der übrigens von einem Poolverein kam) stiegen meine Chancen gegen ihn und bald waren wir dann gleichauf.
Nach etwa einem Jahr (1996) haben wir uns dann entschlossen, den Snookerverein zu gründen mit der Spielstätte am Emilienplatz. Zur Gründungszeit waren wir (wie gesetzlich gefordert) 7 Spieler. In unseren mitgliederstärksten Zeiten waren wir sogar 14 Mitglieder. Also mussten wir in eine andere Spielstätte nach Iserlohn (die ist leider später abgebrannt). Nach ein paar Problemen der Spieler untereinander waren wir dann wieder 7 Spieler (und Spielerinnen) und konnten vorerst wieder in Hagen spielen.
Während unserer Zeit in Iserlohn hatten wir 8 Snookertische zur Verfügung, so dass wir sogar einige Turniere ausrichten konnten. Bei unserem erfolgreichsten Turnier hatten wir 32 gemeldete Spieler. Bei diesen Turnieren lernten wir auch andere Vereine kennen; und die Mitglieder eines dieser Vereine luden uns eines Spieltages zu einem Turnier des DSKV -Deutscher Snooker Kontrollverband - ein (was wir anfangs natürlich sehr „lustig“ fanden, denn wir nahmen an, dass wir nur zum Aufbauen der Bälle und vielleicht noch zum Anstoß geeignet waren. Die Spieler waren aber alle sehr nett und haben uns ohne Probleme in die große Familie der Snookerspieler aufgenommen).
Mittlerweile spielen wir nicht nur Hausturniere der befreundeten Vereine, sondern auch in der Oberliga, bei den Landesmeisterschaften (wir stellen die Westfalenmeisterinnen 2002 und 2003) und haben sogar Teilnehmer der Deutschen Meisterschaften als Mitglieder in unserem Verein.
Soviel zur Entstehung des Snooker Club Hagen e.V. "
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